Rauchmelder-Pflicht

01.07.2013 08:55
von Maren Hermann

Rauchmelder-Pflicht

Da während des Schlafes der Geruchssinn beim Menschen nicht aktiv ist, jedoch das Gehör, kann der Einbau von akustischen Rauchmeldern Leben retten. Denn es sind in 90 % der Fälle nicht die Flammen selbst, die töten, sondern die giftigen Rauchgase, die durch die Brände entstehen. Oftmals genügen 2 bis 3 Atemzüge, um eine tiefe Bewusstlosigkeit oder den sofortigen Tod zu verusachen.

Der Gesetzentwurfs der Fraktion GRÜNE und der Fraktion der SPD – Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung (Drucksache 15/3251) – vom 19.03.2013 sieht vor, den §15 LBO-BW durch den folgenden Absatz 7 zu ergänzen:

7) Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, sowie Rettungswege von solchen Aufenthaltsräumen in derselben Nutzungseinheit sind jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Eigentümerinnen und Eigentümer bereits bestehender Gebäude sind verpflichtet, diese bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt die Verpflichtung selbst.

Im Gegensatz zu den Formulierungen in den Bauordnungen anderer Bundesländer sind hier nicht explizit “Schlafräume” genannt. Die Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg betrifft daher nicht ausschließlich Wohnungen, sondern erstmals werden auch Pflegeeinrichtungen, Hotels, Kindergärten (mit Schlafräumen) usw.

Bei Mietwohnungen sind die Wohnungseigentümer in der Pflicht, Rauchmelder anzubringen.Vermieter müssen im Brandfall nachweisen, dass sie ihre gesetzliche Sorgfaltspflicht erfüllt haben

In WEGs kann diese Pflicht erfüllt werden, in dem die Rauchmelder von der jeweiligen Heizkostenfirma eingebaut und bei der jährlichen Jahresablesung zusammen mit den Heizkostenverteilern gewartet werden.

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